Rammstein
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Die Texte 

Die Texte von Rammstein und vor allen Dingen deren Vortrag durch Sänger Till Lindemann sind ein essenzielles Element der Musik und prägen die Wahrnehmung durch Fans und eine breitere Öffentlichkeit deutlich. Dies liegt unter anderem daran, dass häufig sehr kontroverse, tabuisierte und schambesetzte Themen wie Sadomasochismus (Bück dich), Inzest (Spiel mit mir und Tier), sexueller Missbrauch durch Geistliche (Halleluja), Nekrophilie (Heirate mich) und das Spiel mit religiösen Bildern (Asche zu Asche) oder eine außergewöhnliche Sichtweise auf diese gewählt werden. Insbesondere die Lieder auf den frühen Alben Herzeleid und Sehnsucht thematisieren Sex und Gewalt. Auf dem Album Mutter blieb dies zwar ähnlich, jedoch sind dessen Texte poetischer und tiefgründiger. Weniger gewalttätig, aber dennoch kraftvoll, werden auf Reise, Reise und Rosenrot schließlich verstärkt zwischenmenschliche Beziehungen behandelt. Rammstein singen dort über Freundschaft, Einsamkeit, Besessenheit, unglückliche Liebe und Oberflächlichkeit in Beziehungen.

Die Texte lehnen sich zum Teil an bekannte Werke der deutschen Literatur an. So ist Dalai Lama eine Adaption von Goethes Ballade vom Erlkönig:[5]

„Wer reitet so spät durch Nacht und Wind? Es ist der Vater mit seinem Kind; Er hat den Knaben wohl in dem Arm, Er faßt ihn sicher, er hält ihn warm.“

– Erlkönig

„Ein Flugzeug liegt im Abendwind – An Bord ist auch ein Mann mit Kind – Sie sitzen sicher[,] sitzen warm – Und gehen so dem Schlaf ins Garn.“

– Rammstein

Hilf mir ist von Der gar traurigen Geschichte mit dem Feuerzeug aus dem Kinderbuch Struwwelpeter von Heinrich Hoffmann inspiriert, und Rosenrot basiert auf Goethes Gedicht Heideröslein. Ebenso sind Parallelen zwischen Du riechst so gut und Patrick Süskinds Roman Das Parfum erkennbar.

Da Songschreiber Till Lindemann sich der Chiffrenlyrik bedient, ist häufig eine bewusste Mehrdeutigkeit der Texte festzustellen, bei denen viele Passagen gleichermaßen anzüglich als auch harmlos gedeutet werden können. Außerdem lassen einige Texte zu umstrittenen Themen bewusst offen, ob sie die geschilderten Ansichten propagieren, ironisieren oder neutral schildern wollen. So lässt der Text von Bestrafe mich offen, ob es er sich auf masochistische Unterwerfung und Impotenz im sexuellen Umfeld oder auf die Unterwerfung und Machtlosigkeit des Menschen im Verhältnis zu Gott bezieht.

„Deine Größe macht mich klein – du darfst mein Bestrafer sein. Deine Größe macht ihn klein – du wirst meine Strafe sein. Der Herrgott nimmt – der Herrgott gibt. Doch gibt er nur dem[,] den er auch liebt.“

Stilistisch sind die Texte von der meist bewusst einfach und plakativen, gelegentlich aber auch mehrdeutig angelegten, zwanglosen Verwendung von Wortspielen und Allegorien geprägt. So wird im Titel Du hast mit der Doppeldeutigkeit der Worte „haben“ und „hassen“ in der 2. Person Singular ([ˈhasən, ˈhasn̩]) gespielt.

„Du – Du hast – Du hast mich. Du hast mich gefragt – Du hast mich gefragt, und ich hab nichts gesagt.“

Dass bei „Rammstein [...] immer Raum für Interpretationen frei[-bleibt]“[6], ist laut Schlagzeuger Christoph Schneider ein Markenzeichen der Band. Eine solche, auch oft für Missverständnisse sorgende Konzeption hänge eng mit dem Aufwachsen in der DDR zusammen: „Wenn man sich Texte von DDR-Bands anguckt, sieht man, wie gut die teilweise sind, wenn sie ein Thema mit lyrischen Mitteln umschreiben. Diese Vergangenheit ist mit uns eng verbunden.“[6] Der Text wird meistens in Form der ersten Person wiedergegeben, was Sänger Till Lindemann mit einer größeren zusätzlich polarisierenden „Unmittelbarkeit“ begründe

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